Nachbarn der Lüfte: heimische Vogelarten

 

Buchfink und Stieglitz:

Der geschickte Kletterer und sein nickender Cousin

 

Buchfink Foto: fotonatur.de

 

Sein Gefieder ist auffallend bunt: die Brust weinrot, der Kopf blaugrau. Die Rede ist vom Buchfinken. In der Vergangenheit war er so beliebt, dass er oft in das zweifelhafte Vergnügen kam, als Käfigvogel gehalten zu werden. In Wettbewerben wurden ihre Käfige immer näher aneinander gestellt. Die Finken trällerten drauf los, um ihr Revier zu verteidigen. Irgendwann gab dann ein Sänger ermüdet auf und der andere hatte gewonnen. In freier Natur leben die meisten Buchfinken in Wäldern. Die etwa 15 Zentimeter großen Vögel sind jedoch auch in Gärten, Parks und auf Friedhöfen zu finden.

Der Stieglitz, ein ähnlich großer Fink, war wegen seiner prächtigen Farben bis ins vergangene Jahrhundert ein begehrter Volierenvogel. Er hat einen auffallenden schwarz-weiß-roten Kopf. Die Flügel sind überwiegend schwarz und werden von einem gelben Flügelband geziert. Rücken und Flanken dagegen sind zimtbraun. Der Stieglitz besiedelt zur Brutzeit gerne Obstgärten, Streuobstwiesen und naturnahe Gärten.

Beobachten lässt sich der Buchfink sehr leicht, wenn er mit raschen Trippelschritten und nickendem Kopf auf dem Boden umherläuft. Der Stieglitz hingegen hüpft ungeschickt. Dafür ist er ein geschickter Kletterer. Oft hängt er wie ein Akrobat an Disteln, um an die begehrten Samen zu kommen. Wegen seiner Vorliebe für Distelsamen wird er auch Distelfink genannt.

Im Winter streifen Stieglitze in großen Gesellschaften mit Zeisigen umher. Auch ältere Buchfinkmännchen verbringen den Winter hier. Sie verlassen ihr Revier nicht mehr. Vor allem Buchfinkweibchen dagegen ziehen im Herbst mit ihren Jungen ans Mittelmeer.

 

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