Nachbarn der Lüfte: heimische Vogelarten

 

Elstern

Singvögel im Pinguin-Dress

 

Foto: fotonatur.de

 

“Eigentlich sind Elstern mit ihrem unverkennbaren schwarz-weißen Gefieder und dem blaugrün schillernden Schwanz Charaktervögel einer abwechslungsreichen Landschaft”, erklärt Heinz Nickolaus von der NABU-Gruppe Mosbach. “Weil die Agrarlandschaft jedoch immer strukturärmer wird, besiedeln die Elstern verstärkt Städte und Dörfer.” Der Grund ist offensichtlich: Hier gibt es das ganze Jahr über Futter auf Komposthaufen und in Abfallkörben; in Grünanlagen finden sie Kleingetier und überfahrene Tiere an Straßenrändern.

“Oft wird behauptet, Elstern würden andere Singvögel ausrotten. Das ist falsch. Zwar stehen auch Eier und Jungvögel auf ihrem Speiseplan, die betroffenen Vogelarten können diesen Verlust jedoch aushalten. Sie sind daran angepasst und haben eine hohe Nachkommenzahl”, sagt Heinz Nickolaus. Genauso weit verbreitet und genauso falsch ist die Mär von den überhand nehmenden Elstern. Viele Untersuchungen zeigen, dass die Bestände stabil sind. Eine mögliche Ursache des Missverständnisses: “Weil sich Elstern immer mehr in Städten und Siedlungen aufhalten, werden sie häufiger beobachtet - obwohl ihre Zahl insgesamt konstant bleibt”, stellt Nickolaus klar. Während der “Stunde der Gartenvögel” ist die Chance also hoch, auch Elstern zu entdecken.
Elstern wird eine Vorliebe für glitzernde Gegenstände nachgesagt, die sie hin und wieder auch wegtragen und – wie ihre Nahrung auch - verstecken. Wahrscheinlich befriedigen glänzende Gegenstände ihren ausgeprägten Spieltrieb. Das Gehirn der Elster zählt zu den am höchsten entwickelten bei Singvögeln – um ihre Nahrungsverstecke wieder zu finden, benötigen sie ein gutes räumliches Gedächtnis. Bemerkenswert ist auch, dass sie in der Brutzeit mehrere “Spielnester” anlegen, obwohl sie nur in einem einzigen brüten.

 

 

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