NACHRICHTEN

2005

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Mosbach, 18. 10. 2005

Dem Igel geht’s draußen besser

Tipps für den richtigen Umgang mit dem Stacheltier in der kalten Jahreszeit   hier klicken

 

Mosbach, 18. 10. 2005

Förderung des Streuobstbaus in Mosbach-Lohrbach

Bei der Bewahrung des Lebensraums Streuobstwiese ziehen in einer Förderaktion die Stadt Mosbach und der NABU Mosbach an einem Strang!  hier klicken

 

Der Kleiber ist Vogel des Jahres 2006 hier klicken

 

Mosbach, 24. Juni 2005

Auch Vögel leiden unter Hitze und Trockenheit

Tipps, wie Sie der heimischen Vogelwelt an heissen Tagen helfen können hier klicken

 

Mosbach, 31. Mai 2005

Neues vom Giftmörder

Für Hinweise, die zur Überführung des Täters führen, wurde eine Belohnung in Höhe von 600 EUR ausgesetzt.

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Der RNZ-Bericht über den Fund des vergifteten Rotmilans vom 19. Mai (hier klicken) hat einige Wellen geschlagen. Bei Peter Baust vom NABU Mosbach haben sich zahlreiche erboste oder besorgte Anrufer gemeldet, die ihre Erschütterung und ihren Unmut über diese bösartige Tat zum Ausdruck brachten. Dass mit dem Rotmilan nur die Spitze eines Eisberges sichtbar wurde, zeigte der Bericht eines Landwirtes, der einen Hof nahe beim Fundort des Milans im Neckarburkener Gewann Orles bewirtschaftet. Im März starben auf seinem Hof innerhalb weniger Tage 10 Katzen einen qualvollen Tod. Eine Untersuchung des Veterinäramtes Freiburg ergab ebenfalls eine Vergiftung mit E 605, das gleiche Gift wie beim Rotmilan.

Ein Naturfreund aus Gundelsheim hat die vom NABU Mosbach ausgesetzte Belohnung in Höhe von 500 Euro auf 600 Euro aufgestockt. „Diesem Spitzbuben muss man das Handwerk legen“, brachte er es auf den Punkt.

Der NABU bittet daher noch einmal um erhöhte Aufmerksamkeit im besagten Gebiet. Wer Köder oder verendete Tiere findet, sollte dies umgehend bei der Polizei melden, Anzeige ist bereits erstattet.

 

Mosbach, 23. Mai 2005

Auch Spechte haben Junge zu füttern

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Am Hang des Schreckbergs fand ich einen meiner Meisenkästen mit einem aufgehackten Dach. Das Nest war unversehrt, aber die Brut fehlte. Ein Specht musste die Bettelrufe der Jungvögel gehört haben, und da er auch Junge zu versorgen hatte, wollte er an die Vogelbrut heran.

Das Flugloch war mit einem Alublech gesichert, und so musste er eine andere Lösung suchen, um an das Gelege heran zu kommen. Er fand die Schwachstelle des Meisenkastens und hackte sich durch das 24mm dicke mit Dachpappe verkleidete Dach. Die Meisenbrut war verloren.

Foto und Text: Eduard Keller, Mosbach

 

Mosbach, 10. Mai 2005

Rotmilan mit E 605 vergiftet!

Der schlimme Verdacht hat sich bestätigt: der am 9. April in der Nähe des Mosbacher Knopfhofs (genauer Fundort: Neckarburken, Gewann Rauert/Orles) tot aufgefundene Rotmilan wurde vergiftet! Wie Prof. Großmann vom Veterinäruntersuchungsamt in Heidelberg mitteilte, starb das Tier an den Folgen einer E 605-Vergiftung. Prof. Großmann war erstaunt über die sofort richtige Vermutung der NABU-Mitglieder. Leider hat dieses sichere Auge für entsprechende Vergiftungserscheinungen einen traurigen Grund: dies ist nicht der erste Fall einer Greifvogel-Vergiftung. Bereits in den vergangenen Jahren wurden Vögel Opfer von Giftanschlägen. Auch gibt es Berichte über den Gifttod von Hunden in dieser Gegend.

Das Gift wurde möglicherweise mit einem Fleischköder verabreicht, wie er bereits früher von NABU-Mitglied Heinz Nickolaus aufgefunden wurde. E 605 lässt sich an seiner grellen blauen Farbe erkennen.

Peter Baust als Vorsitzender des NABU Mosbach und Heinz Nickolaus als einer der NABU-Projektleiter sind fest entschlossen, gegen die gefährlichen kriminellen Handlungen anzugehen.

Der NABU Mosbach hat für Hinweise, die zur Überführung des Täters  führen, eine Belohnung in Höhe von 500 EUR ausgesetzt (die Belohnung wurde inzwischen auf 600 EUR erhöht).

Der Fall wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Außerdem hat der NABU für eine Berichterstattung in den örtlichen Medien gesorgt. Zum einen soll damit die Bevölkerung auf den Fall aufmerksam gemacht und zur Mithilfe bei der Ermittlung des Täters aufgefordert werden, zum anderen soll der Täter erkennen, dass sein Tun nicht unbemerkt bleibt und er Gefahr läuft, gefasst zu werden.

Hier handelt es sich nicht um die lässliche Tat eines Vogelhassers, sondern um eine Straftat, die neben dem Tod des Tieres ebenso große Gefahren für Menschen und Haustiere birgt! Für die Sicherheit von Tier und Mensch ist es unbedingt notwendig, dem dafür Verantwortlichen auf die Spur zu kommen!

Sollten Sie in Zusammenhang mit diesem Fall Beobachtungen gemacht haben, wenden Sie sich bitte an Peter Baust

Wir halten Sie an dieser Stelle über die aktuelle Entwicklung des Falls auf dem Laufenden!

Pressebericht der Rhein-Neckar-Zeitung vom 19. 5. 2005

 

Info: Was ist E 605?

Parathlon-Ethyl ist besser bekannt als E 605. Von Bayer 1948 eingeführt, handelt es sich um ein Insektenvernichtungsmittel mit einem breiten Wirkungsspektrum. Diese Verbindung aus der Familie der Phophorsäureester zeichnet sich durch starke Berührungs-, Fraß- und Atemgiftwirkung aus. Einsatz hat es in er Land - und Forstwirtschaft, bei Schädlingsbekämpfungen ("Rattengift") und in Holzschutzmitteln gefunden. Rückstände können noch lange Jahre nach Anwendungen nachgewiesen werden.

E 605 ist laut Gefahrstoffverordnung als giftig eingestuft und verfügt damit über starke toxische Eigenschaften. In der BRD besteht ein beschränktes Anwendungsverbot in der Landwirtschaft. E 605 ist karzinogen, mutagen und im Tierversuch fruchtschädigend: Ethylparathion greift in die Reizleitung des Nervensystems ein. Mögliche Symptome sind u.a. Angstzustände, Schwindel und asthmaähnliche Atembeschwerden. E 605 wird vom internationalen Pestizid-Netzwerk als das gefährlichste Pestizid der Welt bezeichnet. Bereits 18 Länder haben den Einsatz von E 605 verboten.

Quelle: www.baubiologie-neubrand.de

 

 

 

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