NACHRICHTEN UND WISSENSWERTES AKTUELL

 

2016

 

Wo sind unsere Vögel?

Ein herzliches Dankeschön an die Rhein-Neckar-Zeitung, die in der Mosbacher Ausgabe vom 28. Dezember 2016 als Aufmerksamkeit erregenden Aufmacher einen NABU-Bericht veröffentlichte, den Peter Baust etwas für die Mosbacher Verhältnisse abwandelte - komplett gemacht mit einem Foto von Norbert Lindenmaier und verbunden mit einer Einladung zu unserer “Stunde der Wintervögel” am 8. Januar 2017 (siehe Termine).   zum Vergrößern anklicken

 

Oktober 2016

Auf 49°20'54.2"N 9°06'37.9"E gesichtet:

Scutigera coleoptrata oder - anders gesagt - ein Spinnenläufer

Kenneth Weidlich hat ihn im Mosbacher Mozartweg entdeckt. Bisher war es diesem Insekt zu kalt in unseren Breiten. Jetzt hat er sich schon bis zu uns ausgebreitet, in der Fachwelt ein Indiz für die Klimaerwärmung. Lesen Sie den Erfahrungsbericht von Kenneth Weidlich und schauen Sie sich seine Fotos von diesem faszinierenden Tier noch genauer an. Hier als PDF-Datei

August 2016

NABU Mosbach sucht neue Mitglieder

Werbeaktion von Tür zu Tür gestartet

Beim NABU Mosbach weiß man aus Erfahrung: Natur- und Artenschutz brauchen dringend Unterstützung. Deshalb haben die Naturschützerinnen und Naturschützer jetzt eine Mitgliederwerbeaktion gestartet, um noch mehr Menschen für den Naturschutz zu begeistern. „Nur mit vereinten Kräften können wir unsere erfolgreiche Arbeit fortsetzen“, betonten Peter Baust  und Heinz Nickolaus, die beiden Vorsitzenden des NABU Mosbach,  gestern Abend (9.8.) im Umweltzentrum beim Auftakttreffen mit dem Team, das ab sofort im Namen des Naturschutzes in Mosbach und Umgebung unterwegs ist.

Das Team besteht aus Studentinnen und Studenten, die sich bei einer vom NABU beauftragten Agentur beworben haben, um für eine gemeinnützige Organisation Mitglieder zu gewinnen. Die Studenten und Studentinnen sind an ihrer Kleidung mit dem NABU-Logo und ihrem Werberausweis erkennbar. Sie dürfen kein Bargeld annehmen.

 „Wir sind guter Dinge, dass wir viele neue Mitglieder gewinnen – aktive und passive. Sowohl für die praktische Naturschutzarbeit als auch als Unterstützer im Hintergrund, wenn wir uns bei Behörden, Politik oder in der Öffentlichkeit für die Belange der Natur einsetzen“, sagte Baust. Der NABU Mosbach ist in vielen Bereichen aktiv, so dass für alle etwas dabei ist, die sich einbringen möchten. Die Gruppe lädt zum Beispiel zu Fledermaus- und Vogelstimmenexkursionen ein. Sie verwirklicht mehrere Artenschutzprogramme, unter anderem für Wasseramseln, Schleiereulen, Amphibien und Orchideen. Bereits mehrfach wurden Bäume an der Badischen Chaussee gepflanzt – zuletzt im vergangenen Winter 45 weitere Exemplare. Alljährlich organisieren die Aktiven Sammelbestellungen von hochstämmigen Obstbäumen oder stellen verschiedene Kinderprogramme wie die „Kuhle Woche“ auf die Beine.

August 2016

Waldohreulen in Aglasterhausen

Ein Bericht von Brita Heck

Jeden Abend zu Beginn der Dämmerung das gleiche Gezeter der Amseln. Fledermäuse fliegen ums Haus, aber das kann doch nicht der Grund sein? Da, ein Schatten löst sich aus dem Baum und gleitet lautlos davon, eine Eule!

Seit einigen Jahren sind sie immer mal wieder zu sehen. Dass sie da sind, merkt man an der einen oder anderen Feder, die im Garten liegt. Über die Sommermonate verschlafen sie den Tag häufig in unserer großen Trauerweide. Gut getarnt sind sie da kaum zu entdecken, wenn nicht die Ausscheidungen unter der Weide auf unserer Terrasse zu finden wären. Weiße Kotflecken und Gewölle verraten den Gast im Baum. Nach längerem Suchen sehe ich sie. Es ist eine Waldohreule, die häufigste Eulenart in unseren Breiten.

Dieses Jahr ist noch etwas auffällig. Kaum ist es dämmrig, die Amseln zetern und die Fledermäuse fliegen, da lässt sich alle paar Sekunden ein lautes Fiepen hören. Da dieses Geräusch aus verschiedenen Richtungen kommt, müssen es mindestens zwei Verursacher sein. Am nächsten Tag sehe ich 3 Eulen in der Weide sitzen, zwei davon offensichtlich Jungeulen. Sie bleiben einige Tage auf der Weide, dann ziehen sie auf den Apfelbaum um.

Ihre Bettelrufe hören wir – immer noch – jede Nacht. Mal sitzen die Ästlinge im alten Apfelbaum, mal in der Lärche oder der Fichte, im Ahorn oder auf der Birke.

Wo die Waldohreulen gebrütet haben, wissen wir nicht, aber es gibt verlassene Krähennester in einer alten Eiche in der Nähe, die als Brutplatz in Frage kämen.

Wenn im Herbst die Bäume lichter werden, ziehen sich die Eulen zurück. Vielleicht sitzen sie dann besser verborgen im Mammutbaum des Nachbarn oder in einer der Fichten in der Umgebung.

Text und Foto von Brita Heck, Aglasterhausen

August 2016

Kompetent und sympathisch: Fledermausforscherin Brigitte Heinz bei ihrem Vortrag über diese geheimnisvollen Tiere und (unten) mit ihrem Bat-Detector beim Mosbacher Rathaus - mit diesem Instrument macht man die Fledermausrufe auch für uns Menschen hörbar

Fliegenden Säugetieren auf der Spur: Fledermäuse in Mosbach

Es war der perfekte Sommerabend für die NABU-Fledermausexkursion: warm und trocken, die Luft voller Insekten und am wolkenlosen Abendhimmel waren die Jäger der Nacht gut zu erkennen. Rund 40 interessierte Teilnehmer, darunter zahlreiche Kinder, konnte NABU-Vorsitzender Peter Baust bei Einbruch der Dunkelheit an der Bachmühle begrüßen. Unter der Leitung der Biologin und Fledermausforscherin Brigitte Heinz ging es zunächst in den Mosbacher Stadtpark zu einem kleinen Vortrag über die geheimnisvollen Flattermänner, der aber schon bald von den ersten leibhaftig auftauchenden Zwergfledermäusen unterbrochen wurde, die als erste schon in der frühen Dämmerung von ihrem Tagesquartier zur Jagd aufbrechen. Als nächstes querte eine bedächtige Breitflügelfledermaus den Weg der Gruppe, bevor an der Elz gleich mehrere Zwerg- und sogar eine Wasserfledermaus festgestellt werden konnten.

Bei der Identifikation der Arten kann Brigitte Heinz auf ihre jahrzehntelange Erfahrung und auf ein technisches Hilfsmittel zurückgreifen, einen sogenannten Bat-Detector (siehe Foto oben), der die für Menschen unhörbaren Fledermausrufe in tiefere Frequenzen übersetzt und sie damit hör- und unterscheidbar macht. Fledermäuse sind mit fast 1000 Arten die größte Säugetiergruppe der Erde, bei uns kommen allerdings nur 24 Arten vor, die meisten bevorzugen wärmere Gefilde.

Vom Park ging es zurück in die Altstadt, wo die Stiftskirche mit einer weiteren Fledermausart einen besonderen Schatz beherbergt, eine Wochenstube des Großen Mausohrs. In Wochenstuben leben Mütter mit ihren Jungen in großen Gruppen zusammen. Am Abend lassen sie den Nachwuchs alleine, um die ganze Nacht auf die Jagd zu gehen und verlassen dann ihren Unterschlupf innerhalb weniger Minuten nacheinander. Die Ausflugsbeobachtung des Großen Mausohrs war der Höhepunkt des Abends, ein letzte Zwergfledermaus auf dem Mosbacher Marktplatz verabschiedete die Nachtschwärmer in die Dunkelheit.

 

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