Nachbarn der Lüfte: heimische Vogelarten

 

Haus- und Gartenrotschwanz

Bunt gefiederter Sommergast, der ständig zittert

 

Unablässig zittern die Rotschwänze mit ihrem rostroten Schwanz, als würden sie immerzu frieren. Zwei Arten leben bei uns in Mitteleuropa, der Haus- und der Gartenrotschwanz. Die Männchen zuletzt genannter Art sind viel bunter als die rostroten bis schiefergrauen Verwandten: Bauch und Brust sind rot, Kehle und Wangen schwarz, die Stirn hat einen weißen Streifen. Die Weibchen der Rotschwänze dagegen tragen ein schlichtes, beige-braunes oder grau-braunes Gefieder.Der Gartenrotschwanz ist ein Langstreckenzieher. Der rund 15 Zentimeter lange Vogel überwintert südlich der Sahara. Erst im April oder Mai fliegt er in sein Brutgebiet zurück.  „Den ersten Gartenrotschwanz habe ich dieses Jahr schon am 10. April bei mir zu Hause im Garten im Masseldorn beobachtet, das ist sehr früh gewesen“ berichtet Peter Baust vom NABU Mosbach, „der Hausrotschwanz war Ende März wieder da wie jedes Jahr“. Spätestens im März macht er als einer der ersten Morgensänger mit seinem kratzig, gequetschten Trillern auf sich aufmerksam. Der Hausrotschwanz überwintert am Mittelmeer oder bleibt vereinzelt sogar bei uns. Im vergangenen Winter war bei strengem Frost beim Bahnhof Neckarelz ein Hausrotschwanz zu beobachten, der gar nicht scheu vor der Tür zur Bäckerei nach Nahrung suchte. “Während der Hausrotschwanz überwiegend in Siedlungen vorkommt bevorzugt der Gartenrotschwanz den Siedlungsrand. Er brütet am liebsten in Naturhöhlen in alten Obstgärten”, sagt Peter Baust. Hausrotschwänze bauen Ihre Nester auch an ungewöhnlichen Orten wie in Briefkästen, Blumentöpfen und auf überdachten Holzstapeln. Beim Frühjahrsputz am Haus hat schon so mancher die kleinen Untermieter entdeckt. Aber auch im Garten angebrachte Nistkästen nutzen sie gerne. Dort ziehen sie dann in Saison-Ehen ein bis zwei Bruten auf.

“Auf Ästen oder kleinen Büschen sitzend, erspähen Rotschwänze ihr Futter”, erklärt Peter Baust . “Sie fliegen kurz auf den Boden, um die Käfer und Spinnen zu fangen und kehren auf ihren Platz zurück.” Der Bestand des Gartenrotschwanzes ist in den vergangenen Jahren rückläufig, der des Hausrotschwanzes nimmt leicht zu.

 

 

 

 

 

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