Nachbarn der Lüfte: heimische Vogelarten

 

Mauersegler und Mehlschwalbe

Vorboten des Sommers mit erstaunlichen Flugkünsten

 

Mehlschwalbe, Foto: Fotonatur

Mauersegler, Foto: K. Moebus / Naturepix

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Mauersegler und Mehlschwalbe leben in der Nähe der Menschen, weil sie gern ihre kunstvollen Nester unter die Dächer und in Nischen von Häusern und Schuppen bauen. Ihre akrobatischen Flugkünste, wenn sie auf Insektenjagd gehen, und die schrillen Schreie der Mauersegler gehören für viele zum Sommer dazu wie der Badesee und Eiscreme.

Das auf den ersten Blick sehr ähnliche Pärchen hat doch einige Unterschiede aufzuweisen: Der Mauersegler ist mit den exotischen Kolibris verwandt. Die Mehlschwalbe gehört zur Familie der Schwalben. “Sie sind vor allem daran auseinander zu halten, dass Mauersegler mit über 40 Zentimetern Flügelspannweite deutlich größer sind und bis auf die grauweiße Kehle ein bräunlich bis rußschwarzes Gefieder haben”, erklärt Werner Schleidt von der NABU-Gruppe Mosbach. “Mehlschwalben dagegen haben eine leuchtend weiße Stelle oberhalb des Schwanzansatzes, die sich stark von der sonst dunklen Oberseite abhebt. Bäuchlings sind sie mit Ausnahme der Schwanzfedern 'mehlig' - also weiß – gezeichnet”.

Beide verbringen große Teile ihres Lebens rastlos in der Luft. Als Langstreckenzieher überwintern sie südlich der Sahara und legen so jedes Jahr rekordverdächtige Strecken zurück. Beide sind sehr ortstreue Weltenbummler und kehren im April und Mai wieder in die Gegend ihres Brutplatzes zurück. Die ersten Schwalben dieses Jahres wurden am letzen Montag über der Elz im Stadtpark gesichtet. Sie bessern die noch vorhanden Nester einer Kolonie aus oder bauen neue, um dann bis September ein- oder zweimal zu brüten. Ihre Hauptnahrung besteht aus im Flug erbeuteten Insekten.

Die Schwalbe gilt als Glücksbringer: Wo die Schwalbe ihr Nest baut, bringt sie den Bewohnern des Hauses Glück und Frieden. “Viele Nistplätze gehen heute jedoch durch Gebäudesanierungen oder durch übertriebenen Ordnungswahn verloren. Sogar mitten in Mosbach werden noch Mehlschwalbennester von den Hauswänden geschlagen! Die Folge: Mauersegler und Mehlschwalbe stehen bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste”, sagt Werner Schleidt besorgt.

 

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