Stunde der Gartenvögel in Mosbach

Nachtigall und Braunkehlchen sorgten für freudige Überraschungen

 

Mit oder ohne Hilfsmittel - genaues Hingucken ist angesagt! (Fotos: Brunhild Wössner)

 

Auf den drei Vogeltouren des NABU Mosbach zur Stunde der Gartenvögel 2006 war eine beeindruckende Vielfalt von Vogelarten zu beobachten. Die erste Tour im Rahmen des Mosbacher Blumenmarktes führte mitten durch die Altstadt, eine eigentlich eher untypische Strecke für eine naturkundliche Exkursion. Aber es zeigte sich bald, dass auch die Altstadt noch ihre versteckten Winkel hat, wo sich Turmfalken, Kohlmeisen und Elstern entdecken ließen. Den Himmel über Mosbach bevölkerten die Mauersegler, die erst seit wenigen Tagen wieder aus ihrem Winterquartier zurück sind.

Der zweite Rundgang führte am Sonntagmorgen durch den Stadtpark, ein Gebiet, das immer für vogelkundliche Überraschungen gut ist. So war es diesmal die Nachtigall, die ihren herrliche Gesang ertönen ließ und mit der Peter Baust vom NABU eigentlich nicht gerechnet hatte. Weitere Arten im Park waren u.a. Bachstelze, Mönchsgrasmücke, Grün- und Distelfink sowie die auffälligen Wacholderdrosseln, die auf den Rasenflächen Futter für ihre Jungen suchten.

Eine echte Sensation konnte am Nachmittag auf der letzten Vogeltour durch die Felder und Wiesen um den Obrigheimer Heinrich-Hof beobachtet werden: das selten gewordenen Braunkehlchen. "Der Lebensraum hier mit den vielen Wiesen ist eigentlich ideal für das Braunkehchen, allerdings macht diesem Wiesenbrüter die frühe Wiesenmahd schwer zu schaffen, da kommt kaum noch eine Brut hoch" kommentierte Peter Baust die Entdeckung. Weitere Arten in Obrigheim waren Rot- und Schwarzmilan, Mehlschwalben, Türkentauben und einige mehr.

Erfreulich viele Kinder nahmen an den Vogeltouren teil, die mit scharfem Auge so manchen Vogel erspähten, der dem NABU-Führer sonst vielleicht sogar entgangen wäre. Die Ergebnisse der Stunde der Gartenvögel werden bundesweit zusammengetragen und sind sehr detailliert im Internet veröffentlicht. Die Daten für einzelne Vogelarten lassen sich bis herab zu einzelnen Landkreisen abrufen bzw. sind auf interaktiven Landkarten anschaulich dargestellt.

 

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